AMD System hängt mit Windows 10

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Zumindest in meinen Kundenumfeld trifft man so gut wie nicht mehr Windows 7 oder gar ältere Betriebssysteme an.

Bei der Umstellung von meist Windows 7 auf Windows 10 prüfe ich auch immer gerne ob die alte Hardware nicht doch noch verwendet werden kann.

Meist genügt schon der Austasuch der alten Festplatte gegen eine morderne SSD und schon läuft der alte Rechner mit Windows 10 spürbar besser als mit Windows 7 auf der alten HDD.

Dennoch gilt es gut zu prüfen, ob der alte Rechner auch in naher Zukunft noch den Anforderungen von Windows 10 und seinen Aktualisierungen genügt.

Für die Umrüstung eines PC auf SSD, Migration des Betriebssystemes oder Neuinstallation auf der SSD fallen doch in Summe ca. 150,- Euro an. Ob das Sinn gegenüber einer Neuanschaffung macht, muss eben im Einzelfall geprüft werden.

Hartnäckig und kritisch sind dabei ältere Systeme mit AMD-Chipsets.
Zuletzt hatte ich es mit einem ältern MSI All-in-One PC mit AMD Chipset zu tun. Ich wollte das Gerät in meiner eigenen Umgebung einsetzen und mir deshalb etwas mehr Mühe gegeben, als es beim Kundeneinsatz angesichts des Aufwand und der Kosten Sinn ergeben hätte.

Die CPU-Belastung der zweikern-CPU lag nach dem Update auf Windows 10 im Mittel auf 40%. Am deutlichsten zeigte sich die Belastung am Mauszeiger. Die Mausbediehnung blieb immer wieder hängen, so dass ich fast nur mit dem Touchscreen zum Ziel kam. Das System war faktisch nicht mehr nutzbar.

Wenn ich das System neu aufgesetzt hatte, war der Fehler weg, bis zum ersten automatischen Update.

Natürlich hatte ich sofort die AMD-Problematik mit dem Spectre-Bug im Sinn. Aber so recht kam ich mit einfachem Experimentieren nicht weiter. Auch eine Deinstallation des per Windows Update ausgebrachten AMD und Radeon-Treibers brachte nichts.
Die Grafikeinheit (Radeon HD 8230) gibt AMD immerhin als vollständig supportet an

https://www.amd.com/en/support/kb/faq/gpu-615

Der Taskmanager zeigt mir als Quelle für die hohe CPU Auslastung nur „System“ an. Also habe ich den Prozess-Explorerer aus den Sysinternals bemüht.

https://docs.microsoft.com/de-de/sysinternals/downloads/process-explorer

Dort habe ich relativ schnell den Treiber atikmdag.sys als Quelle ausmachen können. Das Tool ist wirklich ein sehr praktisches Werkzeug, einem PC mal auf die Bits und Bytes zu sehen. Oft nutzt man es auch, um evtl. Schadsoftware zu erkennen und dingfest zu machen.

Wie sich raustelle war atikmdag.sys das „ATI Radeon Kernel Mode Driver Package“ welches sich wohl mit dem Radeon-Treiber als Kernel-Treiber über Windows Update eingeschlichen hatte, aber mit dem Deinstallieren des Treibers nicht wieder entfernt wurde.

Bevor ich nun angefangen habe lange nach dieser Treiberkomponente zu suchen und die Registrierung im System von Hand herauszunehmen, griff ich zum AMD Cleanup Utlitity. Ich wollte ja schnellstens ein „cleanes“ System.

https://www.amd.com/en/support/kb/faq/gpu-615

Nachdem das Utiltiy das System frei von AMD-Treibern machte, pendelte sich die CPU-Last im Leerlauf wieder auf erträgliche Werte ein. Unterm Strich, macht es wenig Sinn ein solches System (AMD E2, ältere RADEON-Grafik) weiterhin produktiv zu nutzten.
In meinem Fall wollte ich ein wenig mit dem Touch-System des All-in-One experimentieren und habe mal wieder den Prozess-Explorer als Tool genutzt. Schließlich kann man nur, was man auch übt.



Über Michael

High-Tech-Junkie
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