Windows 10 und Roaming Profiles / Edge und andere Apps starten nicht

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Manchmal kann man in der Administration schon auch richtig Zeit verbrennen.

Anfang der Woche konfigurierte ich bei einem Kunden ein Surface-Book. Ein wirklich tolles und gelungenes Stück Hardware.
Auch zeigt das Surface-Book eindrucksvoll welche Möglichkeiten sich gerade im Firmenumfeld mit Windows 10 bieten. Der Kunde war begeistert.

Edge und Store starten nicht mehr

Die Freude hielt aber nicht lange an. Am Abend des zweiten Tages kam der Anruf, dass sich Edge nicht mehr starten lies. Das Programm oder besser gesagt die App startet kurz und verschwindet dann wieder. Auch der Store und andere Programme die eine Verbindung zum Internet benötigen, wollten nicht mehr funktionieren.

Die üblichen Verdächtigen

Zunächst prüfte ich die „üblichen“ Verdächtigen:

  • startet die App vielleicht auf dem falschen (virtuellen) Desktop
  • gibt es falsche Starteinträge für die App

Auch eine intensive Suche nach dem Phänomen in diversen Support-Foren brachte keine Erkenntnis.

Servergespeicherte Profile als Ursache

Schließlich grenzte ich das ganze auf ein Problem mit dem lokalen User-Profil ein.
Dann, bei der Prüfung der Konfiguration, sah ich, dass der User ein „Servergespeichertes Profil“ einsetzt.

Dann schließlich mit dem Hinweis auf „Roaming Profiles“ und „Edge Probleme“ fand ich dann auch die Bestätigung, dass zumindest bis heute und der Version Windows 10586-3, Roaming-Profiles solche Probleme verursachen.

Die Kollegen die hier beim  Kunden vor mir den SBS 2011 konfigurierten, fanden es wohl ganz interessant, „Roaming Profiles“ oder in deutsch „Servergespeicherte Profile“ einzusetzen. Und das obwohl jeder User seinen festen PC hat.
Ich persönlich konfiguriere solche „Servergespeicherten Profile“ nur auf ausdrücklichen Wunsch. In vielen Fällen überwiegen die Nachteile einer solchen Konfiguration.

Hintergrund

Der Edge ist wie viele andere Anwendungen unter Windows 10 eine App. Das bedeutet das die Anwendung nicht aus dem z.B. c:/programme gestartet wird, sondern aus dem Benutzerprofil heraus.
Scheinbar gibt es nun Probleme, wenn dieser Ordner im Zuge der „Roaming Profiles“ auf den Server synchronisiert wird. In meinem Fall trat der Fehler auch erst nach zwei Tagen auf. Vermutlich in Abhängigkeit des zuletzt abgemeldeten Gerätes. Hier gewinnt bei den „Roaming-Profiles“ ja das zuletzt angemeldete System.

In den nächsten Wochen werden wir die Chance nutzen und einige unserer Kunden im Zuge des kostenfreien Angebots von Microsoft die Clients auf Windows 10 updaten.

Vorausgesetzt, der Kunde benötigt keine „Roaming Profiles“.

Noch ein Hinweis

Die wenigsten wissen zur Zeit, dass der Edge-Browser als App gewissermaßen in einer Sandbox, also einem eigenen, abgeschotteten Bereich, läuft.
Damit gewinnt der Edge-Browser auch sehr viel an Sicherheit.
Derzeit wirbt nur Google Chrome mit einer solchen Funktion. Dort allerdings zum Preis der totalen Offenlegung der Daten gegenüber Google.

 

 

Über Michael

High-Tech-Junkie
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